Reiserin(nnerun)gbuch

Samstag, 27. August 2016

Was ist eigentlich aus dem Klappenordner-Rohling von neulich geworden?

--- D A S  ---


--- mit Gummischnur verschlossen ---
Damit kann man so schön stramme Schleifen binden, die das Buch fest zusammenhalten
(gibt es im Nähbedarf z.b. bei Karstadt zu kaufen)


--- nach dem Öffnen ein Blick auf's Innenleben ---


--- Globusstanze von Tim Holz (Sizzix) und 'travel' von Kesi'art ---
hier einmal mit grauem Papier und einmal mit Buchbindeleinenrest ausgestanzt und so zusammengeklebt, dass es einen Schatten ergibt


--- aus dem 6 x 6 Zoll großen Reststück des Bezugpapieres habe ich einen kleinen Briefumschlag gefertigt, der mit einem Bookmark (DaWanda) verschlossen werden kann ---


--- und aus Leinenreststücken Verstärkungsringe für die Registerseiten gestanzt ---
(kann ja nix wegwerfen ;)



--- Stempelabdruck mit Versamark ---
die Misti leistet mir hierbei gute Dienste, denn damit kann ich den Stempelabdruck so oft ich will an der exakt gleichen Stelle wiederholen, bis er die gewünschte Intensität erreicht hat



--- noch Fragen? ---

;)


Graupappe, Buchbindeleinen, das Designpapier und die Ringmechanik gibt es in der PAPIERWERKSTATT.




Babykarten

Mittwoch, 24. August 2016

mit den Papieren des August-Kits der Papierwerkstatt.

Die Papiere passten so wunderbar für diesen Zweck und manchmal ist mir einfach total nach 'niedlich' zumute.
(Was bei drei Teenagern im Hause, die die meiste Zeit alles andere als süß sind, nicht verwunderlich ist, oder? *grins*)




Einmal im Fluß habe ich einen ganzen Haufen Babykarten gewerkelt. Da der physische Eigenbedarf von mir allerdings nicht so groß ist wie der psychische, habe ich sie kurzerhand in meinen DaWanda Shop eingestellt.
Also, falls sich jemand in die ein- oder andere Karte verguckt hat, bitte HIER entlang ;)


Es gibt noch weitere Babykarten im Shop zu bewundern. Ich wollte es an dieser Stelle aber nicht übertreiben mit 'oh, wie süüüüßßß…' Ihr sollt ja keinen Zuckerschock bekommen ;)))

Workshop Ringordner mit Klappe

Montag, 22. August 2016

Wir werkeln heute einen Klappenordner-Rohling, für dessen Bezug man nur einen Bogen Designpapier braucht und in den später A6 (Kartei)karten hinein passen ;)


Achtung! Ich mische in meiner Anleitung Zoll und Zentimeter Angaben, weil die Scrapbookpapiere 12 Zoll haben und damit einfacher zu rechnen und schneiden ist als mit 30,5 cm. Die Schneidemaschinen haben oft beide Einteilungen. Wenn Du lieber reine Zentimeterangaben haben möchtest, multipliziere meine Zollangabe mit 2,54. (Ein Zoll sind 2,54 cm)
Alle Angaben sind immer BREITE x HÖHE gemacht.

Du brauchst:
und zwar zwei Stück mit 8'' x 5'' für Deckel und Rücken plus ein Stück 4,0 cm x 5'' für die linke Ordnerseite plus ein Stück 4,3 cm x 5'' für die rechte Ordnerseite und als letztes ein Stück 3 1/4'' x  5'' für die überstehende Klappe.

Auf dem Foto siehst Du die Pappstücke in der richtigen Reihenfolge aufgereiht. Ich habe mir auf der Pappe bereits deren Mitte markiert und wo später das Leinen bzw. das Designpapier zum Aufliegen kommt.
Ich möchte nämlich, dass später ein 1 Zoll breiter Leinenstoffstreifen auf dem Ordnerdeckel und Rücken seitlich zu sehen ist. Mein Designpapier wird ca. 1 cm überstehend über die Leinenstoffkante geklebt, um diese zu kaschieren. Auch das ist bereits auf der Graupappe markiert, wie Du vielleicht sehen kannst.

Desweiteren brauchst Du:
  • Buchbindeleinen passend zu Deinem Designpapier, aus dem Du vier Leinenstücke schneidest (11,4 cm x 6 '' und 11,7 cm x 6 '' für die Seitenteile außen, sowie 11,4 cm x 12,3 cm und 11,7 cm x 12,3 cm für die Verkleidung der Seitenteile von innen)
  • Tonpapier passend zum Designpapier für den Gegenzug auf den Innenseiten des Ordners, das schneide ich erst später zu
  • Designpapierzuschnitte:       
Der Bogen Scrapbookpapier wird genau hälftig in zwei Streifen à 12'' x 6'' geschnitten.
Von dem ersten Streifen schneidest Du für die Ordnervorderseite ein 7 1/2'' breites Stück und zweites
2 3/4'' breites Stück ab.
Von dem zweiten Streifen schneidest Du für den Ordnerrücken ein 6'' breites Stück ab. Du behälst sogar noch ein 6 x 6'' Stück Designpapier über!

Wenn möglich, solltest Du durch die Biegeprobe die Laufrichtung Deiner Graupappe herausfinden und das Designpapier so zurecht schneiden, dass beide Laufrichtungen übereinstimmen.
In Laufrichtung der Fasern lässt sich die Pappe oder das Papier leichter biegen als in die andere Richtung. 
Bei gemusterten Papieren, die ich nicht beliebig teilen kann wegen der Optik, achte ich bereits beim Zuschneiden der Graupappe auf identische Faserlaufrichtung zum Designpapier.

Gleich werden die Einzelteile für das Ordner-Äußere nach und nach bezogen. Damit alles schön exakt wird, markiere ich mir überall die Mitte. 


Ich habe mir ebenfalls markiert, wie breit mein Umschlag ist (1/2 Zoll) und wo oben und unten auf dem Papier ist. Sonst steht das Muster vielleicht Kopf ;).


Jetzt geht's ans Leimen! Hier ein paar Bilder meiner Arbeitsschritte:


Erst werden die Ordnerseiten mit den längeren Leinenstücken außen verbunden und anschließend werden die Pappen mit dem Designpapier bezogen.
Ich arbeite mit Planatol Buchbindeleim, den ich mir in ein Marmeladeglas abfülle und gebe noch ein Zehntel abgekochtes Wasser als Verdünnung hinzu. Mit einem Plastiklöffel verrühre ich das zu einer homogenen Mischung. 
Als Unterlage nehme ich meine wunderbare Ken Oliver Best Ever Craft Mat, auf der ich direkt leimen kann und mir die lästige Makulatur (Zeitungspapier) erspare.
Ein feuchter Lappen zum sofortigen Entfernen des überstrichenen Leims und ein Handtuch sowie eine kleine Farbwalze mit kleiner Wanne aus dem Baumarkt gehören ebenso zu meiner Ausrüstung, sowie ein kleiner Pinsel, eine Schere und ein Rakel.

Zwischen den schmalen Seitenstegen und den Ordnerdeckeln lasse ich einen 2 mm Spalt für das Gelenk frei. Man kann sich behelfsmäßig Pappe Reststücke in den Spalt klemmen, um das Ganze schön gleichmäßig und ordentlich hinzu bekommen.

Das Äußere ist nun fertig bezogen:


Sieht doch schon gut aus, oder?


Jetzt kommen die zwei kürzeren Leinenstücke von innen auf die Gelenke, dabei schön die Rillen mit dem Falzbein ausarbeiten. Dazu nehme ich mein Teflonfalzbein, welches verhindert, dass das Leinen anfängt zu glänzen durch den Anrieb.


Das Tonpapier für den Gegenzug im Inneren des Ordners schneide ich mir zum Schluss ganz genau passend zurecht. Auch hier achte ich darauf, dass die Laufrichtung des Tonpapiers mit der der Pappe übereinstimmt, um ein Verziehen der Pappe zu vermeiden.
Bei diesem Ordner habe ich mich für neutrales, graues Tonpapier entschieden.


So, für's Erste sind wir fertig:


Jetzt kommt der Ordnerrohling über Nacht zwischen Pappe und unter schwere Bücher, damit alles schön plan trocknet.

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*Wenn Du eine größere oder kleinere Ringmechanik verwenden willst, verändert sich die Breite der schmalen Graupappestreifen um den zusätzlichen oder verringerten Durchmesser, sowie die Breite der Leinenzuschnitte.
Beispiel: Wenn ich eine Ringmechanik mit Durchmesser 3,0 cm verwenden würde, bräuchte ich zwei Graupappenstreifen mit 4,5 cm Breite und 4,8 cm Breite (also plus 0,5 cm).
Beim Leinen verhält es sich ebenso, die vier Streifen werden alle 0,5 cm breiter, da die Ordnerrseiten ja breiter werden.

Wie es mit dem Rohling weitergeht? Dazu die Tage mehr ;)

orientalisch

Donnerstag, 18. August 2016

angehaucht ist diese Karte:

Schade, man erkennt die dezente Prägung des Papieres kaum…
Mit der 'Intarsientechnik' hergestellt und dann ein zweites, beglitzertes Ornament oben drauf gesetzt.

Salem aleikum!

(So einen Stempel hatte ich leider nicht, daher musste das 'für dich' herhalten ;)


Libellenkarte

Montag, 15. August 2016

Der kräftig hellgrüne Kartenrohling lag samt dazu gehörigem Umschlag ebenfalls in meinem August-Kit von der Papierwerkstatt.
So kräftige Farben sind ja nicht wirklich meins, aber wenn ich Ton-in-Ton arbeite, komme ich auch zu einem mir gefälligen Ergebnis:


Die Blumenwiese von Hero Arts ist einer meiner ersten Stempel gewesen, den ich mir vor etlichen Jahren zugelegt habe. 
Hier ist er mit Versamark Wasserzeichentinte abgestempelt und anschließend clear embosst. Wenn man Ton-in-Ton arbeiten möchte, ist das Watermark Stempelkissen wunderbar dafür geeignet.


Die Libelle ist ein Stempel von Florileges Design.
Wie schön, dass es auch grüne Stempelkissen gibt und ich eines zufällig in meinem Bestand habe…


Und jetzt :

– S O M M E R –

(bitte)